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Der Docht – die Seele der Kerze

Wir alle kennen Sie in sämtlichen Formen und Farben, ob groß oder klein, ob mit Duft oder ohne, Kerzen sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Alltags. Doch was wissen wir eigentlich über die Lichtquellen aus Wachs und ihren Aufbau? Warum brennt die Kerze überhaupt und spendet Wärme und Licht?

Zunächst einmal sehen wir uns den Aufbau einer Kerze genauer an. Von außen erkennen wir, dass sie aus einem Wachskörper und einem Docht besteht. Der Docht zieht sich in der Regel inmitten des gesamten Wachskörpers hindurch und wird aufgrund seiner Bedeutsamkeit auch die Seele der Kerze genannt.

Der Docht transportiert das flüssige Wachs und muss daher in seiner Stärke und Flechtung der Garne genau auf das verwendete Wachs abgestimmt sein. Wurde diese Abstimmung nicht korrekt durchgeführt, so besteht die Gefahr eines rußenden oder tropfenden Abbrandverhaltens der Kerze, welches bis hin zum Erlöschen führen kann.
Somit ist klar: jede Kerze braucht ihren individuell auf sie abgestimmten Docht.

Der Docht wir aus mehreren Fasern gebleichten Garns, meist aus Baumwolle, zopfartig geflochten und anschließend gereinigt, präpariert und imprägniert.

Die Flechtung des Dochts ist besonders wichtig für die Dochtkrümmung.
Idealerweise ist die Dochtspitze leicht gekrümmt und biegt sich zum äußeren Flammenrand, wo Sauerstoff in die Reaktionszone einfließt und somit eine vollständige Verbrennung stattfinden kann. Dadurch kürzt sich der Docht selbstständig.

Man unterscheidet zwischen Flachdochten und Runddochten. Je nach Herstellungsverfahren und Rohstoffen kommt immer die am besten geeignete Form zum Einsatz.

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